Ratgeber
Sperrmüll, Mistplatz, Altstoffsammelzentrum: Was heißt was?
In Österreich regelt jedes Bundesland die Entsorgung von Sperrmüll selbst. Deshalb heißt die Annahmestelle für Sperrmüll in Wien Mistplatz, in Graz Ressourcenpark und in Linz Altstoffsammelzentrum. Hier steht, was jeweils gemeint ist.
Zuletzt geprüft am 15. Oktober 2026
Was ist Sperrmüll?
Sperrmüll ist Haushaltsabfall, der zu groß oder zu sperrig für die Restmülltonne ist. Typische Beispiele sind Möbel, Matratzen, Teppiche und große Gegenstände aus Kunststoff. Entscheidend ist die Größe, nicht die Menge.
Welche Gegenstände genau dazugehören und wie sie zu trennen sind, legt die jeweilige Stadt oder der Abfallverband fest. In Steyr werden zum Beispiel Holz, Eisen und Metall und sonstiger Sperrmüll getrennt. In Salzburg zählt die Stadt Bettgestelle, Stühle, Regale, Polstermöbel und Matratzen zum Sperrabfall.
Wie die Annahmestelle in Ihrer Stadt heißt
Eine einheitliche Bezeichnung gibt es nicht. Auf den Seiten der Städte, die wir geprüft haben, finden Sie diese Namen:
| Begriff | Hier gebräuchlich | Beispiel |
|---|---|---|
| Mistplatz | Wien | 13 Mistplätze der MA 48 |
| Ressourcenpark | Graz | Sturzgasse 8, mit Re-Use-Zone |
| Recyclinghof | Salzburg, Innsbruck | Siezenheimer Straße 20, Roßau |
| Altstoffsammelzentrum (ASZ) | Linz, Steyr, Krems, Villach, Eisenstadt, St. Pölten | Steyr: Ennser Straße 10 |
| Altstoffsammelstelle | Klagenfurt | Nord und Süd |
| Wertstoffzentrum | Wiener Neustadt, Waidhofen an der Ybbs | Wiener Neustadt: Raketengasse 50 |
Gibt es einen Unterschied?
Alle diese Stellen nehmen Sperrmüll, Altstoffe und Problemstoffe von Haushalten an. Die Unterschiede liegen im Detail:
- Zugang: Manche Stellen verlangen einen Wohnsitznachweis, etwa Innsbruck, oder eine Karte, etwa Krems mit der Berechtigungskarte. Im Bezirk Linz-Land kann man die Altstoffsammelzentren laut Abfallverband unabhängig vom Wohnort nutzen.
- Kosten: In Wien ist die Abgabe von Haushaltsmengen frei. In Graz zahlen Sie 7 € je Einfahrt bis 200 kg, in Villach 5,50 € je Anlieferung bis 2 m³.
- Menge: Die Grenze für Haushaltsmengen liegt je nach Ort zwischen 1 m³ und 2 m³.
Selbst bringen oder abholen lassen
Viele Städte bieten beides an. Beim Bringen gilt das Bringsystem, bei der Abholung das Holsystem. Laut dem Serviceportal oesterreich.gv.at braucht eine Abholung außerhalb fester Abholtermine meist einen eigenen Termin beim zuständigen Amt. Sie ist in der Regel kostenpflichtig. Ausnahmen gibt es: Linz holt laut Linz AG kostenlos ab, Salzburg einmal im Jahr pro Liegenschaft.
Häufige Fragen
Ist ein Mistplatz dasselbe wie ein Altstoffsammelzentrum?
Im Alltag ja. Beide nehmen Sperrmüll, Altstoffe und Problemstoffe von Haushalten an. Der Name unterscheidet sich je nach Stadt oder Bundesland.
Darf ich Sperrmüll auch in einer anderen Stadt abgeben?
Das legt jede Stelle selbst fest. Im Bezirk Linz-Land nennt der Abfallverband die Altstoffsammelzentren wohnortunabhängig nutzbar. In Innsbruck gilt die kostenlose Abgabe mit Wohnsitznachweis, in Villach zahlen Auswärtige 42 €.
Wer regelt die Entsorgung von Sperrmüll?
Die Bundesländer und in der Praxis die Städte, Gemeinden und Abfallverbände. Bundesrechtlich gilt, dass Abfall nur an berechtigte Sammler oder Behandler gehen darf.
Regeln in Ihrer Stadt
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